Warum eine “Watchgroup GEGEN SEXISTISCHE WERBUNG”?

Werbung ist ein fixer Bestandteil unseres Alltags. Ob wir sie nun bewusst oder unbewusst beachten, ihre Botschaften fließen in unsere Wahrnehmung ein. Frau ist gleich Sex, Frau ist gleich Produkt oder Produkt ist gleich Frau, Frau muss schön und erfolgreich sein, ….; Mann ist Stärke, Aggression oder Ernährer,  Triebwesen, …; All diese Darstellungsformen der Werbung schaffen eine scheinbare Wirklichkeit. Sexistische Werbung verfestigt ein bestimmtes Frauen-und Männerbild und konstruiert letztlich auch gesellschaftliche Realitäten mit. Werbung ist ein Mittel, um die Geschlechterhierarchie stets wieder zu reproduzieren und damit aufrecht zu erhalten. Bei ständig steigenden Werbeinformationen kommt diesem Reproduktionsmittel immer mehr Bedeutung zu.

Es muss immer wieder auf sexistische Werbung aufmerksam gemacht werden, diese darf so lange nicht einfach nur hingenommen werden bis die Forderungen erfüllt sind!

Ziel ist es, regelmäßig die Grazer Werbelandschaft zu beobachten, auf sexistische Sujets hin zu überprüfen und diese gegebenenfalls als Negativbeispiele aufzuzeigen.

Als Beobachtungsziele wurden folgende formuliert:

  • Werbeflächen im öffentlichen Raum (Plakatwände, Schaufenster, Citylights, Infoscreens)
  • regionale Printmedien (Tageszeitungen, Illustrierte, Inserate)
  • Zusendungen und Hinweise von BürgerInnen (z.B. in diesem Fall auch TV-Spots)

Als inhaltliche Basis liegt den Entscheidungen der Watchgroup ein Kriterienkatalog zugrunde, der von den Städten Graz, Wien und Salzburg gemeinsam erarbeitet wurde. Betrieben wird die Grazer Watchgroup von dem Unabhängigen Frauenbeauftragten Kollektiv (UFBK), unterstützt wird das UFBK dabei seit Mai 2015 von Nina Nestler (Praktikantin, Studierende im Masterstudium Interdisziplinäre Geschlechterstudien an der KF Uni Graz).

Die Watchgroup gegen sexistische Werbung wurde 2009 auf Initiative von Ex- Frauenstadträtin Elke Edlinger in Kooperation mit der damaligen Unabhängigen Frauenbeauftragten der Stadt Graz Maggie Jansenberger und dem DOKU GRAZ gegründet.

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