Neuer Selbstbeschränkungskodex

Seit 7. Dezember 2009 gilt der neue Selbstbeschränkungskodex

Anfang 2009 wurden alle 90 Mitglieder des Judging-Gremiums „Österreichischer Werberat“ eingeladen, in einer Arbeitsgruppe „Sexismus und Diskriminierung von Frauen“ zur Überarbeitung des Selbstbeschränkungskodex der Werbewirtschaft mitzuwirken.

Am 24.3.2009 startete die Arbeitsgruppe ihre Tätigkeit. Mitglieder der Arbeitsgruppe waren Werbetreibende, WerberätInnen, RechtsanwältInnen sowie wissenschaftliche ExpertInnen (Bundeskanzleramt, NGO´s). Ziel der Überarbeitung war es, den Selbstbeschränkungskodex an die bereits bestehenden Standards im Bereich Antidiskriminierung und Gleichstellung anzupassen und insbesondere eine bessere Basis zur Beurteilung/Sanktionierung von sexistischer und (frauen-) diskriminierender Werbung zu schaffen.

Karin Tertinegg (freiberufliche wissenschaftliche Beraterin, Österreichischer Frauenring) und Oliver Brauner (ORF-Enterprise, Leiter der Rechtsabteilung) haben die Arbeitsgruppe geleitet und den überarbeiteten Kodex formuliert. Der Entwurf wurde mit den WerberätInnen diskutiert und einstimmig angenommen. Zur leichteren Lesbarkeit wurde auch eine Neuordnung der Kapitel vorgenommen. Jedem Kapitel ist nunmehr auch eine Präambel vorangestellt.

Die Überarbeitung erfolgte unter Einbezug

  1. bereits bestehender europäischer Beispiele im Bereich der Selbstregulation
  2. maßgeblicher völkerrechtlicher Übereinkommen (insbesondere UN-Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau, BGBl Nr 443/1982)
  3. EU-rechtlicher Bestimmungen in den Bereichen Antidiskriminierung und Gleichstellung, insbesondere der Entschließung des Europäischen Parlaments vom 3. September 2008 zu den Auswirkungen von Marketing und Werbung auf die Gleichstellung von Frauen und Männern, der Mediendiensterichtlinie (2007/65/EG) sowie der Antidiskriminierungs– und Gleichstellungsrichtlinien.
  4. einschlägiger Fachliteratur

>>Neuer Kodex <<

>>Vgl. Neuer – Alter Kodex<<

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